Er wurde am 20. Dezember 1874 in Waldenburg/Schlesien (heute: Wałbrzych, Polen) geboren. Seit dem 5. Februar war er in Pflege im Alters- und Pflegeheim (Bezirks-Siechenhaus, Bezirks-Anstalt) Borna in der Luckaer Straße 64. Wahrscheinlich war Rosenthal geistig behindert. In einer Transportliste von 1941 steht unter Bemerkung "Jude, Schwachsinn". 
Im Frühjahr 1941 sollten alle Bewohner des Alters- und Pflegeheimes Borna in das neue Pflegeheim nach Kohren-Sahlis verlegt werden. Das Bornaer Heim sollte abgerissen werden, da die Fläche vom Braunkohlentagebau Borna beansprucht worde. Um unnötige Transporte zu vermeiden, hatte Dr. Fritz Pfotenhauen (Mitiarbeiter Abteilung "Volkspflege" des Sächs. Innnenministeriums) die Zentraldienststelle T4 gebeten, die Heimbewohner "zweckmäßigerweise gleich einmal an Ort und Stelle daraufhin zu untersuchen ..., wer von ihnen für eine weitere Verlegung in Frage kommt." Daraufhin erschien im Mai 1941 eine Gutachterkommission im Bornaer Pflegeheim und suchte 40 Patienten für die Verlegung in die Landesheil- und Pflegeanstalt Arnsdorf bei Radeberg aus. Auf dieser Liste stand auch Max Rosenthal. Am 6. Juni 1941 erfolgte die Verlegung nach Arnsdorf: "Der Herr Sächsische Minister des Inneren hat ... angeordnet, daß 40 Pfleglinge des Alters- und Pflegheim in Borna im Zusammenhang mit den auf Anweisung des Reichsverteidigungskommissars  aus kriegswichtigen Gründen ganz allgemein durchgeführte Krankenverlegung in die Landesheil- und Pflegeanstalt Arnsdorf überführt werden. Diese Überführung soll Freitag den 6. Juni 1941 stattfinden, und zwar mit dem Omnibus des Omnibusbetriebsinhabers Reinhold Lehmann in Borna ... Lehmann fährt täglich die Rüstungsarbeiterschaft der HASAG Altenburg." (Schreiben vom 29.5.1941 an das Sächs. Ministerium des Innnern)
Von den 40 Männer und Frauen die in Arnsdorf ankamen, wurden 38 im Juli und August 1941 in Pirna-Sonnenstein vergast.

Für Max Rosenthal erfolgte die Tötung in Pirna-Sonnenstein im Rahmen der Aktion "T4" am 5. Juli 1941.

 

 

Quelle:

Bundesarchiv - Gedenkbuch - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945

Staatsarchiv Leipzig; Akten zum Alters- und Pflegeheim Borna; 1941

Böhm, Boris; "Im Sammeltransport verlegt" Die Einbeziehung der sächsischen Kranken- und Behinderteneinrichtungen in der "Aktion T4"; In: Sonnenstein - Beiträge zur Geschichte des Sonnensteins und der Sächsischen Schweiz Heft 4; 2002

Rübestahl, Julius; Die NS-Euthanasie in Verbindung mit der regionalen Geschichte Bornas von 1938 bis 1941/42 (Besondere Lernleistung); Borna, 2021