Sie wurde am 4. April 1892 in Zalubincze (Nowy Sacz, Galizien) als Esther Ella Färber geboren. Sie kommt in jungen Jahren nach Leipzig und wohnt in der Gottschedstraße 15. Hier lernt sie ihren Mann Abraham Rose kennen. Nach der Hochzeit beziehen sie eine Wohnung im Poetenweg 47. Aus der Ehe gehen fünf Kinde hervor.

Ihr Mann und der Schwager Karl betreiben das Kaufhaus „Britania“ in Roßmarktschen Straße 32 in Borna. Nach dem die Männer zum Kriegsdienst eingezogen werden führt sie zusammen mit ihrer Schwägerin die Geschäfte im Kaufhaus.

Die Pogrome von 1939 erlebt sie in Leipzig. Ihr Mann Abraham ist zu dieser Zeit krank. Er wird verhaftet und kommt in das KZ Buchenwald. Frau Rose muss das Wohnhaus verlassen und kommt im „Judenhaus“ Gustav-Adolf-Straße 7 unter. Die Kinder können emigrieren. Anfang 1939 kommt ihr Mann schwer Krank aus dem KZ zurück. Auf der Transportliste vom 21. Januar 1942 werden beide gestrichen. Am 19. September 1942 wurde sie zusammen mit ihrem Ehemann nach Theresienstadt deportiert, wo Esther Rose an Hungertyphus gestorben ist.

 

 

Quellen:

Ellen Bertram; Menschen ohne Grabstein - Die aus Leipzig deportierten und ermordeten Juden; 2001;

Briefverkehr Ruth Rose / Bürgermeister Erich Ulbricht 1945-1950 (Nachlass Ulbricht, Museum Borna);

Barbara Kowalzik, Wir waren eure Nachbarn – Die Juden im Leipziger Waldstraßenviertel, Pro Leipzig e.V. 1996