Er wurde am 26. September 1860 in Mylkonow geboren. Zusammen mit seiner Frau Bianka Hulda hatte man drei Töchter und wohnte in einer Mietwohnung in der Brauhausgasse BC 40. Dieses Haus gehörte dem Apotheker Gödel.

Seit 1885 hatte man in der Reichsstraße 22 ein Textilgeschäft. Später zog man an dem Markt 23. Hier, in einem Teil des Gasthofes „Zum blauen Hecht“ eröffnete man über drei Etagen an angesehenes Bekleidungsgeschäft. Hier gab es über Damen- und Herrenbekleidung bis zur Kinderbekleidung alles. Im Mai 1900 wurde das Geschäft geschlossen und am 13.10.1900 aus dem Handelsregister der Stadt ausgetragen. 1902 zog die gesamte Familie Ritzewoller nach Meißen. Später wohnhaft in Leipzig. 
Am 20. September 1942 Deportation ins Ghetto Theresienstadt, wo er am  19. November 1942 verstarb. 

Eintrag von des Geschäftshauses und Wohnhauses von David Ritzewoller
Abb.:Eintrag von des Geschäftshauses und Wohnhauses von David Ritzewoller im Adressbuch der Stadt Borna 1886

 

Werbung für das Kaufhaus D. Ritzewoller im Adressbuch
Abb.: Werbung für das Kaufhaus D. Ritzewoller im Adressbuch der Stadt Borna von 1886

 

Quellen:

Stadtarchiv Borna; Einwohnerverzeichnis 1895-1917 BC 29
und Gewerbeverzeichnis 1862 (III./XIII.a Nr. 47), Brief vom Enkel A. Jonas 2005 an Stadtarchiv Borna;

Bornaer Tageblatt;

Adressbuch der Stadt Borna 1886

www.geni.com/people/David-Ritzewoller/6000000076991778833